Wasserburg Adendorf
in Adendorf
Wasserburg Adendorf Die heutige Burganlage Adendorf geht in ihrem Grundriss auf den ersten Bau von 1337 zurück. Von diesem Bauwerk sind nur noch die Grundmauern und die vier Ecktürme erhalten. Das zweigeschossige Gebäude der Hauptburg mit seinen vier Ecktürmen wurde 1655 bis 1670 ausgebaut. Der nordwestliche Rundturm mit Schießscharten und kleinen Fenstern und einem geschieferten Kegeldach zeigt noch den Charakter des mittelalterlichen Wehrturmes. Von seinen drei Geschossen diente das untere als Burgverlies. Die übrigen drei Ecktürme ruhen als Erker auf gotischen Konsolen, die über der Wasserlinie des breiten Grabens beginnen. Mit ihren großen Fenstern sind sie Teile der Wohnräume, die sich seit dem Ausbau der Burg in den Jahren 1655 bis 1670 auf zwei Geschosse verteilen.
Die Vorburg, ein hufeisenförmiges Wirtschaftsgebäude, war bis 1842 durch einen breiten Wassergraben von der Hauptburg getrennt. Eine doppelarmige Freitreppe verbindet die Gebäude heute miteinander und führt durch eine Torhalle in einen quadratischen Innenhof mit Renaissancefassaden.
Durch das Hauptportal des Herrenhauses mit dem Wappen der Herren von der Leyen, die ursprünglichen Besitzer der Burg Adendorf im 16. Jahrhundert, gelangt man in den quadratischen Innenhof, dessen Renaissancefassaden in ihrer steinernen Gliederung noch an die Fachwerkkonstruktion des Vorgängerbaus erinnern.
Im Jahre 1282 herrschte Ritter Arnold von Adendorp auf der Burg. 1337 trug der Ritter Paul von Hüchelhoven sein Haus zu Auldendorp mit Gräben und Vorburg dem Markgrafen Wilhelm von Jülich als Offenhaus an. Nach einem Weistum aus dem Jahre 1404 war Adendorf ein gemeinsames "dominium" des Kölner Erzstiftes und des Herrn Wilhelm von Saffenberg. Mit in die Eigentumsverhältnisse tiefeingebunden waren die Kölner Erzbischöfe. Und durch deren Machtpolitik blieb so mancher von ihnen belehnter Burgherr nicht von kriegerischen Ereignissen verschont. Während eines Streites von Erzbischof Ruprecht mit dem Landgrafen Heinrich von Hessen, nahmen die landgräflichen Truppen 1476 die Burg Adendorf nach kurzem Sturmgefecht ein.
Durch mehrfache Vererbung nach weiblicher Seite gelangte der Besitz um die Mitte des 15. Jahrhunderts für mehr als 300 Jahre an die Familie von der Leyen. Die war einst Rechtsnachfolger der früher sehr mächtigen Burggrafen zu Landskron mit vererbbaren Reichsministerialen.
Im Jahre 1826 erwarb Friedrich Karl von Loe die einst als "schönster Adelssitz im Landkreis Rheinbach" beschriebene Burg, deren heutiger Eigentümer Baron Georg Freiherr von Loe ist.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig nur von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Die Burg ist in Privatbesitz, und ein Wachhund, der größenmäßig wohl mal ein Kalb werden sollte, wacht darüber, dass keine ungebetenen Besucher den Burghof betreten.