Burgruine Are
in Altenahr
Burgruine Are Der Bau der Burg Are durch den Grafen Theoderich I. von Are geht etwa auf das Jahr 1100 zurück. Erstmals erwähnt wird sie 1121.
Als im Jahre 1246 die Grafen von Are-Hochstaden in der männlichen Linie ausstarben, schenkte Friedrich von Are-Hochstaden, Propst zu Xanten, mit Zustimmung seines Bruder Konrad, Erzbischof von Köln, Burg und Grafschaft Are, dem Erzstift Köln. Die Grafschaft wurde Kurkölnisches Amt mit der Burg als Mittelpunkt, die während des 14. und 15. Jahrhunderts zu einem Bollwerk zum Schutze der Besitzungen Kurkölns an der Ahr ausgebaut wurde. Die Burg war Verwaltungssitz und zeitweise Staatsgefängnis der Kölner Erzbischöfe. Der nicht mehr vorhandene Bergfried diente zeitweise als Kerker für "hohe Gefangene" der Kirche, Kölner Patrizier, die sich den Machtbestrebungen ihres Erzbischofs widersetzt hatten. Lange Zeit war die schwer befestigte Burganlage geistiges und kulturelles Zentrum für das gesamte Gebiet.
Im Jahre 1690 hielt die Burg französischen Truppen Ludwigs XIV. neun Monate lang stand, ehe diese sie und einnehmen und zerstören konnten. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass Burg Are erobert werden konnte.
In den Ruinen nisteten sich später kurkölnische Truppen ein, die die Gegend verunsicherten. Darum ließ Kurfürst Joseph Clemens die Mauern im Jahre 1714 im Einvernehmen mit den Dorfbewohnern sprengen.
Doch die Gemäuerreste verkamen im Laufe der Jahrzehnte, und das bröckelnde Gestein wurde zu einer Gefahr für die Menschen. Dank der Sanierung im Jahr 2001 bleibt die Anlage als Denkmal der Geschichte des gesamten Gebietes für künftige Generationen erhalten.
Die Burg Are besitzt einen viereckigen Grundriss. An der Südseite befindet sich der alte Torturm und neben ihm Reste vom Palas. Auf der spitzen Felskuppe in der Nordecke stand vermutlich der älteste Bergfried. In der Mitte der Ostseite befinden sich umfangreiche Reste der rechteckigen, dreijochigen Burgkapelle des 12./13. Jahrhunderts.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
15 Steigminuten von der Burgruine entfernt im Ort
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks: