Burg Bentheim
in Bad Bentheim
Burg Bentheim Die Burg Bentheim wurde auf einem Plateau eines rund 92 Meter hohen Sandsteinfelsens mit etwa 200 Meter Länge und bis zu 100 Meter Breite erbaut und im Jahr 1020 erstmals urkundlich erwähnt. Zu jener Zeit war sie im Besitz der Grafen von Northeim, deren letzter männlicher Vertreter wahrscheinlich 1116 starb, als seine Burg durch Lothar von Süpplinburg eingenommen und gebranntschatzt wurde. Die Anlage kam in Folge dessen an Lothars Schwager Otto von Rhieneck, dessen Tochter Sophie Burg und Herrschaft durch Heirat an die Grafen von Holland brachte, deren Nebenlinie sich fortan nach der Burg Bentheim nannte. Als die Bentheimer Grafen Ende des 14. Jahrhunderts ausstarben, kam die Anlage in den Besitz von Everwyn II. von Güterswyk. Unter ihm wurde die Grafschaft als Reichslehen anerkannt.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Burg teilweise zerstört und verlor allmählich ihre militärische Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts musste Graf Friedrich Carl Philipp Burg und Grafschaft an das Kurfürstentum Hannover verpfänden, um seine immensen Schulden tilgen zu können. Damit erlosch die Eigenständigkeit Bentheims.
Im Krieg gegen die französischen Revolutionsarmee 1795 diente die Anlage als Lazarett und wurde von den Truppen des französischen Generals Vandamme in Brand geschossen und eingenommen. Als sich die Franzosen vor den Preußen zurückziehen mussten, versuchten sie, den Bergfried zu sprengen, was aber misslang. 1804 fiel die Grafschaft wieder an die Grafen von Bentheim zurück, die sich seit 1817 Fürsten zu Bentheim und Steinfurt nennen durften.
Im 19. Jahrhundert war die Burg in weiten Teilen verwüstet und unbewohnbar. Erst nach 1848 wurde mit einem Wiederaufbau begonnen. Fürst Alexis zu Bentheim und Steinfurt begann in den Jahren von 1883 bis 1914 damit, den mittelalterlichen Palas (der so genannten Kronenburg) zu einer repräsentativen Residenz im Stil des Historismus umbauen zu lassen, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beendete diese Baumaßnahmen abrupt, so dass der nördliche Teil der Kronenburg unvollendet blieb.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
01.03. bis 31. Oktober täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, 01.11. bis 28.02. samstags, sonn- und feiertags 10.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit (letzter Einlass 45 min vor Schließung)
Eintritt für Erwachsene 6,00 EUR, für Kinder und Jugendliche 2,50 EUR
Führungen: Freitags und samstags 15.00 Uhr, sonn-und feiertags 11.00 Uhr, 1,00 EUR zusätzlich zum Eintrittspreis
Parkmöglichkeiten:
5 Gehminuten von der Burg entfernt, irgendwo im Ort
Essen & Trinken:
Burgrestaurant
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks: