Wasserburg Berum
in Hage - Berum
Wasserburg Berum Im Jahre 1310 ist sie Familie Syrtza im Besitz der Häuptlingswürde für die Norderlande. Sie hat zu dieser Zeit ihren Stammsitz auf dem Vorläufer der heutigen Burg Berum. Ihr Erbe trat der erste Graf von Ostfriesland, Ulrich I. Cirksena, an. 1443 baute er die bescheidene Burg der Familie Syrtza zu einer stattlichen Wasserburg aus. Aus ihr entwickelte sich mit den folgenden Generationen das am prachtvollsten ausgestattete Schloss Ostfrieslands. 1591 wird der Ausbau durch Edzard II. Cirksena mit dem Errichten der Turmspitze abgeschlossen. Nach seinem Tod wird Schloss Berum Alterssitz seiner Witwe Gräfin Catharina, der Tochter des Schweden-Königs Gustaf Wasa. Sie fügt dem Schloss in den Jahren 1599 bis 1610 einige Erweiterungsbauten hinzu, unter anderem auch eine Kapelle.
Die Fürstin Christine Charlotte ließ in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die Burg Berum zu einem der prächtigsten fürstlichen Schlösser ausbauen, ehe sie sich 1690 nach einer 25 jährigen Regentschaft auf Schloss Berum zurückzog.
Leider verdienen jedoch nicht alle Erben der Anlage ein ehrendes Andenken!
1744 endet die Herrschaft der Cirksena auf Burg Berum, denn ganz Ostfriesland wird von Friedrich dem Großen regiert. Durch seine sparsame Politik verschwinden viele althergebrachte Dinge, die den königlichen Finanzhaushalt hätten belasten können: Das kostbare Inventar der Cirksena-Erbschaft wird vertseigert, das Schloss selbst abgerissen und seine Gräften zugeschüttet, lediglich die mächtige Vorburg mit einem schweren, rechteckigen Turm und dem Tor blieben als letztes Relikt erhalten.
Vor seiner Zerstörung bestand das Schloss aus vier Flügeln mit. Es wurde von der mächtigen Vorburg und einem doppelten Ringgraben geschützt.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts fristete ein prominenter Häftling sein Dasein im Schloss Berum: Die Ostfriesen hatten Alf, den Sohn des Grafen Gerd von Oldenburg, 1475 während einer Fehde im Lengenerland gefangen genommen. Sechs Jahre lang blieb Alf in der Gewalt der Cirksenas, solange, bis die Oldenburger sich mit dem Verzicht auf die "Friesische Wehde" einverstanden erklärten, jenem Landstrich im Süden des heutigen Landkreises Friesland, zu dem die Ortschaften Zetel, Varel, Neuenburg und Bockhorn gehören. Außerdem mussten sie ein Lösegeld zahlen: 3500 Gulden.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig nur von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
Ferienwohnungen
Tipps & Tricks: