Wasserschloss Bladenhorst
in Castrop-Rauxel
Wasserschloss Bladenhorst Von einer Gräfte umzogen stammt diese ursprünglich vierflügelige Anlage aus dem 16. und 17. Jahrhundert, das in eigentümlicher Weise Elemente der Gotik mit Elementen des Barocks verbindet. Sie besitzt eine rechteckige Form, Backsteinmauern mit Gliederungen aus Hausteinen und einen Fries aus grünglasierten Kacheln, was in Westfalen einmalig ist.
Aus dem 13. Jahrhundert stammen das doppelte Gräftensystem, der Torturm und das als Wehrbau angelegte Torhaus. Sie weisen auf eine damals stark befestigte Anlage an der Grenze zwischen dem Vest Recklinghausen und der Grafschaft Mark hin. Eine Urkunde von 1266 berichtet von den Rittern Dietrich und Rötger von Blarnhurst als Gefolgsleuten der Grafen und späteren Herzöge von Kleve.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird Rötger von Düngellen als Burgherr erwähnt, vermutlich aufgrund seiner Ehe mit der Erbtochter des Hauses Bladenhorst. Rötger bietet im Jahr 1338 dem Grafen von Kleve seinen Besitz als Offenhaus an. Sechs Jahre zuvor war eine Kapelle gestiftet worden.
Über die Erbtochter Beatrix von Düngellen gelangt Bladenhorst 1496 durch Heirat an Philipp von Viermundt. Im Jahr 1530 beginnen dessen Nachkommen mit dem Bau des heutigen Schlosses, das 1584 vollendet ist. Nach dem Tod des Hermann von Viermundts im Jahre 1624 kommt das Schloss über seine Schwester Anna Theodora an die Familie von Romberg, die den repräsentativen Stil des Schlosses durch Umbauten erweitert.
Nach dem Tode Konrads vom Romberg im Jahr 1881 ist die Familie von Weichs im Besitz des Schlosses, die es 1926 an die Klöckner-AG verkauft.
Heute wird die Anlage zu Wohnzwecken genutzt. Die Schlosskapelle und der Friedhof sind nach dem Zweiten Weltkrieg verschwunden.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz. Das Betreten des Schlossgeländes ist nicht getsattet.