Burgruine Bourscheid
in Bourscheid (L)
Burgruine Bourscheid Die Kernburg/Oberburg von Bourscheid entstand um das Jahr 1000 als Ausbau einer bestehenden hölzernen Festung. Zu Beginn war der kleine Platz am Bergfried mit dem Palas und der etwas tiefer liegenden Kapelle sowie der damaligen Vorburg von einer kleineren Ringmauer umgeben, die mit wenigstens vier Türmen bewehrt war. Von dieser ersten romanisch-ostgotischen Anlage sind heute nur noch der Bergfried und die Ringmauer erhalten.
Kurz nach 1350 wurde dann mit dem Bau der großen Ringmauer begonnen, die 1384 fertiggestellt wurde. Im gleichen Jahr noch wurde das sogenannte Stolzemburger Haus, das gemeinsam mit drei Burgmannenhäusern die damalige Unterburg bildete, errichtet.
Nachdem die neue Ringmauer mit ihrem Zwinger und acht Türmen die Kernburg besser schützte, wurde in der Oberburg der Palas auf 10 Meter erhöht (das enstprach vier Stockwerken) und ein Backhaus errichtet, unter das man ein zweistöckiges Verlies in den Felsen grub. Das heutige Pförtnerhaus bildete den mit zwei Türmen bewehrten Zugang zur Burg. Erst nach 1477 wurde die Torbastei errichtet, hinter der ein von vier Türmen geschützter Graben ungebetenen Gästen den Zugang zur Burganlage verwehrte. Vor diesem äußeren Tor stand die Gerichtslinde auf einem mit Palisaden umgebenen Vorplatz.
Nach 1512, dem Todesjahr des letzten "Bourscheiders", begann der Verfall der Burg. In der Oberburg entstanden zwar zwei neue Wohungen beiderseits des Palas, von der jedoch eine bereits 1626 wieder aufgegeben wurde und die andere nur zeitweise bewohnt war. Zu dieser Zeit wohnte nur noch der Amtmann auf der Burg (im Stolzemburger Haus), weswegen 1785 nochmals eine neue Wohnung auf dem Burggelände gebaut wurde, während in der Oberburg Palas und Kapelle bereits zu Ruinen verfielen.
Mit dem Einfall der Franzosen im Jahre 1794 endete die Feudalzeit; 1803 verließ der letzte Amtmann die Burg. 1812 ließ der damalige Burgeigentümer seinen gesamten Besitz in Bourscheid und Umgebung versteigern, so das Burg Bourscheid in private Hände gelangte.
Der Staat Luxemburg, der die gesamte Anlage 1936 unter Denkmalschuzt gestellt hatte und einige Restaurierungsarbeiten durchführen ließ, kaufte die Ruinen 1972 auf.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
April: täglich 11:00 bis 17:00 Uhr
Mai, Juni, September: täglich 10:00 bis 18:00 Uhr
Juli und August: täglich 10:00 bis 19:00 Uhr
Oktober: täglich 11:00 bis 16:00 Uhr
November - März: Samstag und Sonntag 11:00 bis 16:00 Uhr
(mit Eintritt)
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks: