Schloss Corroy
in Gembloux
Schloss Corroy Ursprünglich einmal im Besitz der Herren von Orbais, kam Corroy im Jahr 1200 an einen Familienzweig der Herzöge von Brabant und gelangte anschließend durch Heirat in den Besitz der Grafen von Vianden. Philipp, Graf von Vianden, ließ um 1270/1280 die Burg Corroy nach dem Vorbild des Pariser Louvre errichten.
Von den Viandener Grafen ging die Anlage anschließend (immer durch Heirat) an die Grafen von Sponheim, an das Haus Bayern, die Pfalzgrafen bei Rhein und an die Herzöge von Nassau-Dillenburg. Von diesen kam es über das Haus Orange an die Herzöge von Nassau-Corroy, die 1809 in der Familie der Marquis von Trazegnies aufgingen und heute noch Eigentümer der Anlage sind.
Das heutige Schloss mit nahezu viereckigem Grundriss wird von einer hohen Wehrmauer umgeben, deren Ecken durch Rundtürme gebildet wird. Im östlichen Eckturm findet sich eine Schlosskapelle, welche das älteste private Oratorium der Region darstellt und 1987 restauriert wurde.
Über eine Steinbrücke aus dem 15. Jahrhundert gelangt man zum wehrhaften Torbau mit Barbakane von 1718, der an beiden Seiten von einem Rundturm flankiert wird. Von diesen konnte man die früher existierende Zugbrücke sowie das Fallgitter des Tores bedienen.
Die Grundsubstanz der Gebäude stammt heute noch aus der Errichtungszeit der Burg, doch wurden die Bauten im 18. Jahrhundert umfassend verändert. Lediglich ein Bauteil im Stil der Neogotik ist nicht original und ersetzte einen 1863 abgebrannten Giebel.
Von den Innenräumen des Schlosses ist der Speisesaal besonders bemerkenswert. Inspiriert durch das "Casa du Labrador" in Aranjuez sind seine Wände komplett mit Marmor verkleidet.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
01.05. bis 30.09. Samstag, sonntags und feiertags 10:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 18:00 Uhr
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Einige Räume der Burg können für private Festivitäten gemietet werden.