Schloss Dilborn
in Brüggen
Schloss Dilborn Das Rittergut Dilborn war seit Beginn des 13. Jahrhunderts ein geldrischen Lehen, das sich zwischen 1583 und 1854 in der Hand der miteinander verwandten Familien von Elmpt und von Geloes befand. Lange Zeit war Schoss Dilborn eine hufeisenförmige Dreiflügelanlage, die sich nach Süden zur Zufahrtsstraße öffnete. Der östliche Trakt musste jedoch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Nach den Familien von Hoesch und von Hallberg folgte die Familie von Schaesberg als neuer Eigentümer. Sie ließ 1867 durch den Kirchenbaumeister Vinzenz Statz einen Kapellenanbau am noch erhaltenen Westflügel realisieren. Die Grafen von Schaesberg verkauften Dilborn 1910 an die Reichsgrafen von Westerholt, um den Wiederaufbau ihres Stammsitzes, des Schlosses Krickenbeck, finanzieren zu können. Die neuen Eigentümer verpachteten die Gebäude zum teil als lands´wirtschaftliches Gut und vermieteten einige Räumlichkeiten als Wohnungen. Unter den Mietern waren von 1911 bis 1931 die Künstler Marie von Malachowski und Heinrich Nauen, zwei der bedeutendsten Vertreter des Rheinischen Expressionismus. Später diente Dilborn als Quartier für Westwallarbeiter, Lager des Reichsarbeitsdienstes und als Gefechtsstand eines deutschen Luftwaffengenerals. 1949 kauften die Dernbacher Schwestern das baufällig gewordene Schloss samt dem umgebenden Gelände und bauten das Gebäude in mehreren Etappen wieder auf und zu einem Kinderheim um, als das es auch heute noch dient.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Das Schloss wird als Kinderheim genutzt.