Schloss Dyck
in Jüchen
Schloss Dyck Schloss Dyck ist wegen seiner Größe und seiner einstigen, territorialen Wichtigkeit eines der bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Es besitzt ein dreifaches Grabensystem und besteht aus zwei Vorburgen sowie eine Kernburg. "Hermannus de Dicco" ist 1094 als Besitzer einer befestigten Anlage am Ort urkundlich genannt. Wegen Raubrittertums ihres Besitzers Gerhard von Dyck, belagerten 1383 vereinigte Truppen der Städte Köln und Aachen sowie des Kölner Erzbischofs und des Jülicher Herzogs die Anlage sechs Wochen lang, nahmen sie ein und erzwangen die Zerstörung der Kernburg. Doch bereits zehn Jahre später war sie neu errichtet. Nachdem die Familie von Dyck 1394 im Mannesstamm ausgestorben war, fiel die Burg Dyck an Johann V. von Reifferscheidt. Sein Nachkomme Johann VI. begründete die Linie Salm-Reifferscheidt-Dyck, die 1804 in den Reichsfürstenstand und 1816 in den preußischen Fürstenstand erhoben wurde. 1636 erleidet die Burg im Dreißigjährigen Krieg schwere Schäden durch einen Brand. Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgte deshalb unter Ernst Salentin von Salm-Reifferscheidt-Dyck der schlossartige Ausbau der Anlage im Stil der Renaissance, die im 18. Jahrhundert noch einmal ausgebaut und erweitert wurde, diesmal im Stil des Barocks. 1945 durch einen Bombentreffer erheblich beschädigt, wurde das Schloss ab1961 Jahren restauriert. Der heutige Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsparks stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts. Fürst Joseph Maria Anton zu Salm-Reifferscheidt-Dyck verpflichtete für dessen Gestaltung den schottischen Gartenarchitekten Thomas Blakely. Spätere Ergänzungen seines Werks stammen von Maximilian Friedrich Weyhe und Peter Joseph Lenné. Der weitläufige Schlosspark gab auch den Ausschlag dafür, dass Schloss Dyck im Jahr 2002 einer von sieben Standorten der Landesgartenschau war.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa zehn Gehminuten vom Schloss entfernt
Essen & Trinken:
Schlossrestaurant und Bistro
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Nicht nur das Schloss, sondern auch der riesige Schlossgarten ist ein Besuch wert.