Burgruine Fürstenberg
in Oberdiebach
Burgruine Fürstenberg 1219/20 soll der Kölner Erzbischof Engelbert I die Burg Fürstenberg zur Sicherung seines Besitzes um Bacharach und vor allem des Zolls stromaufwärts gegen die pfalzgräfliche Stahleck erbaut haben.
1243 gab Erzbischof Konrad I. die Burg als erbliches Lehen an König Ludwig von Bayern aus dem Hause Wittelsbach. 1297 erhält Mechthild, die Tochter König Adolfs, von Pfalzgraf Rudolf I. Burg Fürstenberg als Wittum und bezieht sie 1319 als Witwensitz. Doch schon 1321 bringt Rudolfs Bruder Kaiser Ludwig die Burg gewaltsam in seinen Besitz und zwingt Mechthild und ihre Söhne zum Verzicht. 1326 wird die Burg Margareta von Holland, der Gemahlin Kaiser Ludwigs, überschrieben.
1410 gelangt Fürstenberg zusammen mit dem Amt Bacharach an Kurpfalz.
1620 erobert Ambrosio Spinola die Burg, legt eine Besatzung hinein und inhaftiert den protestantischen Pfarrherren sowie die Geistlichen der Umgebung auf der Burg. Zölf Jahre später übergibt Spinola die Fürstenberg kampflos an König Gustav Adolf von Schweden.
1689 sprengen die Franzosen die Burg und hinterlassen eine Ruine.
1801 erwirbt die Familie Kurz die Burg und gibt sie an Prinz Friedrich der Niederlande weiter.
1912 erwirbt durch die Familie Wasum, Weingroßhändler in Bacharach, die Burgruine und die dazugehörigen Weinberge.
1973 erfolgt der Kauf der Ruine durch die Firma Maero Delikatessen, Rosenheim, als Eigner der Kurpfalz-Sektkellerei in Speyer.
1993 erwirbt die Familie Stelter die Ruine.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa 15 Geh- und Steigminuten von der Burg entfernt, im Ort unterhalb der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Mag man zahlreichen Veröffentlichungen im Internet Glauben schenken, befindet sich die Burgruine in Privatbesitz und ist deshalb nicht zu besichtigen. Bei unserem Besuch aber wurden die Überreste der Burg gerade restauriert - und das von der staatliche Burgen- und Schlösserverwaltung. Sprich: Sie war zu besichtigen!