Wasserburg Gudenau
in Villip
Wasserburg Gudenau Als sicher gilt, dass die Gundenau schon Mitte des dreizehnten Jahrhunderts erbaut war. Damals gehörte die Burg zu den Lehensgütern des Grafen von Ahr-Hochstaden, der auf seinem Felsenschloss Altenahr residierte. Über weitsichtige Verhandlungen und Verträge wurde nach seinem Tod 1246 die gesamte Grafschaft mit allen Eigengütern und Lehen, Vasalien und Dienstmannen dem Erzstift Köln als ewiger und unveräußerlicher Besitz übertragen und im Dom zu Köln feierlich bestätigt. Lehnsherren des Kurstaates wurden unter anderen die Ritter von Gudenau im 14. Jahrhundert und im 15. Jahrhundert der Graf Godart vom Drachenfels.
Otto Werner von Waldbott war es schließlich, der 1659 für den zur Gudenau gehörende Ort Villip die Souveränität eines selbstständigen Territoriums im Reich erwarb. Durch Heirat erscheint seit dem Jahre 1735 eine neue Familie als Besitzer der Burg Gudenau: die Freiherren von der Vorst zu Lombeck. Nach weiteren Besitzerwechseln gerät die Burg durch Erbfolge in den Besitz des Grafen Strasoldo, dessen Familie noch heute auf der Gudenau lebt und der die Rettung der Burganlage nach schweren Kriegs- und Nachkriegszerstörungen und die jüngste aufwendige Restaurierung zu verdanken sind.
Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, erweitert und modernisiert. Um 1560 wurde die vierflügelige Hauptburg mit rückwärtigem großem Park ausgebaut. Zu dieser Zeit erhielt der Bau Zusätze wie Erker oder geschweifte Hauben. Im 17. Jahrhundert entstand unter italienischem Einfluss die beachtliche Gartenanlage.
Der Nachwelt erhalten blieb eine sehr schöne dreiteilige Wasserburg-Anlage mit einem wuchtigen, vierflügeligen Haupthaus mit zwei Ecktürmen und fünfgeschossigen Tor-Turm sowie einer ausgedehnten Vorburg mit Eckturm und Torbau.
Um den Burgeingang noch mächtiger erscheinen zu lassen, benutzten die Architekten einen optischen Trick: Nicht die Entfernung sondern immer schmaler werdende Fenster suggerieren einen wesentlich höheren Burgturm.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig nur von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Die Burg ist in Privatbesitz und war bei meinem Besuch nicht zugänglich.
Wenn das Eingangstor jedoch offen steht, ist auch der Vorhof zugänglich.