Wasserburg Heimerzheim
in Heimerzheim
Wasserburg Heimerzheim Die Burg Heimerzheim wurde Ende des 13. Jahrhunderts erstmalig erwähnt. Entstanden aus einer befestigten Hofanlage, wurde sie von den Herren von Heimerzheim erbaut.
Die Anlage besteht aus einer Haupt- und einer Vorburg, deren beide Burgteile jeweils auf einer Insel ruhen. In früheren Zeiten diente die Vorburg als Wirtschaftshof.
Die Wasserburg ist bis zum heutigen Tag von einem großzügigen, gefüllten Wassergraben umgeben. Im 15. und 16. Jahrhundert entstand zunächst die dreiflügelige Hauptburg, die sich hufeisenförmig zum heutigen Park hin öffnet.
Dieser Teil der Anlage ist zweigeschossig, aus Backsteinen erbaut und weiß verputzt. An der Nord- und Westseite schmücken sie Stufengiebel. Nachträglich wurde in den Turm an der Nordwestecke eine Kapelle (17. Jh.) eingebaut.
Die ebenfalls dreiflügelige Vorburg mit Ecktürmen und Holzgalerie wurde etwas später errichtet und ist aus unverputztem Backstein.
Der Schlosspark wurde von Graf Belderbusch angelegt und im 19. Jahrhundert umgestaltet. Von der ehemals barocken Parkanlage zeugt aber noch die genaue Ausrichtung der Hauptachse auf den 13 km entfernten Vulkankegel der Tomburg bei Wormersdorf.
Im Laufe ihrer Geschichte hatte die Burg Heimerzheim zahlreiche Besitzer. Unter anderem gehörte sie zeitweilig dem Deutschen Ritterorden. Auch die Herren von Meinerzhagen, eine reiche Kölner Patrizierfamilie, zählte in der Vergangenheit zu den Eigentümern. Sie vollzog den Wandel der Burg von einer mittelalterlichen wehrhaften Burg zu einem repräsentativen, komfortablen Wohngebäude und baute die Burg Heimerzheim 1687 zu ihrer heutigen Form um.
Die Nachfahren der Familie von Meinerzhagen verkauften den Besitz 1773 an den Herrn von der Heyden, genannt Graf Belderbusch, ein Vorfahre der heutigen Besitzer. Als einer der einflussreichsten Männer am Hofe der Kurfürsten in Köln, diente er erst dem bekannten Kurfürsten Clemens-August (Wittelsbach), nach dessen Tode dann Max-Friedrich (Königsegg) und schließlich Max-Franz (Habsburg).
1825 heiratete der letzte Spross aus der Familie Belderbusch, Josephine Gräfin Belderbusch, den Freiherrn Karl von Boeselager. Somit ging die Burg in die Hände der Freiherrn von Boeselager, einer westfälischen Familie, über, die sie bis auf den heutigen Tag besitzt.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen, Innenbesichtigung nur auf vorherige Anfrage
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
Fünf Doppelzimmer-Appartements
Tipps & Tricks:
Die Burg ist in Privatbesitz, kann aber für besondere Anlässe gemietet werden.