Burgruine Herbeumont
in Herbeumont
Burgruine Herbeumont Ab 1268 ließ Jehan de Rochefort in der gerade neu gebildeten Seigneurie Herbeumont eine Wehranlage nach dem Vorbild der Burgen des französischen Königs Philippe Auguste erbauen. Als Bauplatz hatte er sich dazu einen hohen Schieferfelsen über dem Semois ausgesucht, der künstlich abgeflacht wurde, um ein Plateau zu schaffen, das ausreichend groß war, um eine solche Befestigungsanlage erbauen zu können.
Die erste Anlage auf trapezförmigem Grundriss umfasste bestand aus drei runden Ecktürmen samt Kurtinen, einen kleinen Wohnbau und einen Bergfried (12,30 x 11,30 Meter) als vierten Eckturm, der in den Eingangsbereich der Burg integriert war.
Während des 14. und zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde die südliche Mauer verbreitert und erhöht. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde sie weiter verstärkt und in ihrer Mitte mit einer Ausfalltür versehen. Auch die übrigen Wehrmauern sowie die Ecktürme wurden weiter befestigt, um der immer effektiver werdenden Artillerie standhalten zu können.
1558 wurde die Burg von Truppen des Grafen von Nevers eingenommen. In den Jahren von 1610 bis 1611 wurde ein neuer und größerer Wohnbau in der Nordwest-Ecke des Areals errichtet, der u. a. einen Saal mit großem Kamin und einen Keller besaß. Es schloss sich der Bau eines Stallgebäudes an.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Anlage mehrfach geplündert und verwüstet, ehe sie französische Soldaten unter Marschall de la Ferté am 21. August 1657 einnahmen. Auf Geheiß Ludwigs XIV. Wurde die Anlage anschließend geschleift.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa zwei Gehminuten von der Burgruine entfernt
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks: