Wasserschloss Hoensbroek
in Heerlen (NL)
Wasserschloss Hoensbroek Schloss Hoensbroek ist in seiner heutigen Größe phasenweise entstanden. Fünf Perioden der Entstehung sind dabei zu unterscheiden: das stercke huysinge (das starke Haus) von etwa 1250, der runde Turm, Teil einer Burg aus etwa 1360, der rechte Frontturm aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die große Erweiterung ab 1640 und die Modernisierung von etwa 1720.
Der Innenhof des Schlossgebäudes ist die Stelle, an der im 13. Jahrhundert das erste Bauwerk gestanden hat. Diese Gebäude wurden vermutlich während der Erweiterung in der vierten Bauphase abgerissen.
Wer der Bauherr der zweiten Bauperiode war, ist ungewiss. Entweder handelte es sich bei ihm um Herman Hoen, der 1388 die herrschaftlichen Rechte über das Dorf erhielt, oder aber um Nicolaas II. (1404 - 11428). Aus der zweiten Entstehungsphase ist nur der Donjon mit seinen drei Meter dicken Mauern verblieben. Neben ihm wurde zu dieser Zeit eine rechteckige Burg gebaut, die an die westliche Fassade des alten stercke huysinge anschloss. Dieser mittelalterliche Schlossteil stürzte 1717 ein, woraufhin an derselben Stelle der heutige Schlossteil aus dem 18. Jahrhundert gebaut wurde.
In der dritten Bauphase wurde ein Turm an der Stelle des heutigen rechteckigen Frontturms errichtet, der jedoch wahrscheinlich nach 1717 abgerissen wurde, um einem neuen, modernen Turm Platz zu machen.
In der vierten Bauphase wurde das gesamte Schloss unter Adriaan von Hoensbroek enorm erweitert. Im Jahre 1640 wurde der Bau der Nebengebäude begonnen, 1643 das stercke huysinge abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen, der 1656 vollendet wurde.
1717 stürzte der mittelalterliche Flügel, der "alde bouw" aus der zweiten Bauphase ein. An seine Stelle trat ein luxuriös ausgestatteter neuer Schlossteil.
1796 siedelten die Besitzer in ihr neues Stammschloss nach Haag über und ließen Hoensbroek mehr oder weniger unbewohnt zurück. Das Schloss verfiel immer mehr, und 1899 stürzte die Hinterfront des südlichen Eckturm sein.
Ein Nachfahre der gräflichen Familie verkaufte 1927 das Schloss für 65.000 holländische Gulden an den Verein "Ave Rex Christie". Nach sechs Jahrhunderten wechselte Schloss Hoensbroek zum ersten mal den Besitzer. Zwischen 1930 und 1943 wurden umfangreiche Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Gebäuden durchgeführt, um so den Erhalt der recht maroden Bausubstanz zu gewährleisten. Nach einer erneuten Renovierung zwischen 1986 und 1989 erstrahlt Schloss Hoensbroek nun in neuem Glanz.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
täglich 10.00 bis 17.30 Uhr (letzter Einlass: 16.30 Uhr)
Eintritt: 4,50 EUR
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
Schlossgaststätte
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Das Schlossrestaurant "De Marquis" wird nur für Gruppen ab 20 Personen nach vorheriger Reservierung geöffnet.