Schloss Hülchrath
in Grevenbroich-Hülchrath
Schloss Hülchrath Die Wurzeln der einstigen Landesburg Hülchrath sind nicht genau datierbar, aber schon 1120 gehörte den Grafen von Hülchrath ein dortiges "castellum", das wohl aus einer Motte hervorging. 1304 verkaufte der Hülchrather Graf Dietrich Luf von Kleve dem Kölner Erzbischof seine Besitzungen, die der Kurfürst fortan als strategisch wichtigen Amtssitz in den dauerhaften Auseinandersetzungen mit seinen mächtigsten Gegnern, den Grafen und späteren Herzögen von Jülich, nutzte. Im Laufe der Jahrhundert wurden Burg und Ortschaft mehrfach durch kriege stark in Mitleidenschaft gezogen. So zum Beispiel 1583, als der Kölner Kurfürst Gebhard Truchsess von Waldburg mit seiner Frau Agnes von Mansfeld in der Grevenbroicher Burg Zuflucht vor den Truppen des Kaisers Rudolf II. suchte. Aus Liebe zu der schönen Mansfelderin hatte Gebhard seinen katholische Glauben abgelegt und war zum Protestantismus übergetreten. Sein Amt als Kölner Erzbischof musste er deshalb natürlich aufgeben, wollte jedoch nicht auf das damit verbundene, weltliche Kurfürstentum verzichten und beschwor damit den sogenannten Truchsessischen Krieg herauf. Der mit dem Kaiser verbündete Herzog Friedrich von Sachsen-Lauenburg belagerte die Hülchrather Anlage und beschädigte sie durch Geschütze sehr stark. Doch Gebhard und Agnes konnten durch einen geheimen Ausgang die Burg noch vor ihrer Einnahme heimlich verlassen und flüchten. Anschließend wieder aufgebaut, wurde die Anlage 1688 entfestigt und ihre wehrhaften Elemente geschleift. Seit etwa 1805 in Privatbesitz, wurde sie 1910 noch einmal in romantisierenden Formen um- und ausgebaut. Da sie privat bewohnt wird, sind ihre Innenräume nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, aber ihre Außenanlagen können besichtigt werden.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
zwei Gehminuten vom Schloss entfernt
Essen & Trinken:
Burgschenke
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Das Fotografieren auf dem Schlossgelände ist untersagt.