Burgruine Hüls
in Krefeld-Hüls
Burgruine Hüls Die Ruine der einstigen Wasserburg in Hüls wurde ab 1445 vom Ritter Friedrich von Hüls mit Erlaubnis seines Lehnsherrn, dem Erzbischof Dietrich von Moers errichtet. Der Backsteinbau war 1492 Schauplatz eines Hexenprozesses. Mehrfach wurde die Burg während kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört oder beschädigt, zum Beispiel während des Truchsessischen Kriegs und 1642 im Dreißigjährigen Krieg. In der Pfingstnacht 1686 brach dann das Herrenhaus der Anlage in sich zusammen und wurde nicht wieder aufgebaut. Seither ist die Burg Hüls eine Ruine. Diese erhielten die Kinder des letzten Hülser Amtamnns Anno Lorenz Rosen als Geschenk. Franziska Rosen vermachte die Burg nach ihrem Tod 1843 der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus,ehe kurz nach 1950 die damals selbständige Gemeinde Hüls die Ruine samt der umliegenden Grundstücksflächen erwarb. Umfangreiche Aufräum- und Freilegungsarbeiten fanden im Zeitraum von 1954 bis 1958 unter der Leitung von Albert Steeger statt, konnten aber nicht verhindern, dass sich die Reste der Burg Hüls Ende des 20. Jahrhunderts in einem äußerst schlechten Zustand befanden. Hülser Vereine engagieren sich ab 1998 ehrenamtlich für die Sanierung des Burgareals und der verbliebenen Bausubstanz, da die Stadt Krefeld - durch die Eingemeindung Hüls' derweil Eigentümerin der Rune - kein geld für deren Erhaltung zur Verfügung stellen konnte. In drei bisher durchgeführten Arbeitsabschnitten wurde unter anderem das Gelände von wuchernder Vegetation befreit, das Mauerwerk des Herrenhauses teilweise wieder aufgemauert und der Burgturm saniert. Sein Turmzimmer kann heutzutage für Trauungen genutzt werden. Auch der Wehrgang wurde wiederhergestellt. Für ihre Initiative und ihr Engagement erhielten die beiden beteiligten Vereine 2005 den Denkmalpreis der Stadt Krefeld.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
etwa zwei Gehminuten von der entfernt
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Das Burggelände ist abgezäunt und nur zu besonderen Anlässen geöffnet. Man hat aber trotzdem eine gute Sicht auf die gesamte Anlage.