Burg Kerpen
in Kerpen (Eifel)
Burg Kerpen Die heutige Burg liegt in drei Terrassen auf einem Ausläufer des Höhenberges in Form einer Spornanlage. Auf dem höchsten Punkt des Sporns thront der mit Zinnen geschmückte, wuchtige Bergfried über dem kleinen Eifeldorf. Er scheint als letzte Zuflucht für die Burgbewohner in Fehdezeiten Schutz zu bieten und verkörpert gleichzeitig Macht und Bedrohung. Der untere Teil diente als Verlies, und Zugang zum Turm bot eine einziehbare Leiter oder eine schmale Holztreppe.
Der alte Palas liegt südlich des Bergfrieds. Dieses Wohngebäude existiert nicht mehr, sondern ist durch ein 1896/97 errichtetes Wohnhaus, dem der Maler Fritz von Wille 1920 ein Atelier anschloss, ersetzt worden. Auf der mittleren Terrasse finden sich heute noch die schweren Aussenmauern des im 14. Jahrhundert errichteten Wohngebäudes. Hier standen auch die Neben- und Wirtschaftsgebäude. Ein 35 Meter tiefer Brunnen sorgte für Frischwasser. Die untere Terrasse wird durch eine von starken Strebepfeilern gestützte Umfassungsmauer gebildet. Hier standen Wirtschaftsgebäude und einige Burgmannenhäuser. Sie alle wurden 1682 zerstört. Französische Truppen unter General Bouffleurs sprengten Dorf und Burg 1689 endgültig in die Luft. 1803 versteigerten die Franzosen die Ruine auf Abbruch an die Gemeinde. Das Schicksal von Burg Kerpen schien besiegelt, als sich endlich 1893 Johann Heinrich Dün der Ruine annahm, den Turm mit Zinnen versah und ein Wohnhaus errichten liess.
Heute ist Burg Kerpen Landschulheim der Stadt Neuss.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
etwa zwei Gehminuten von der Burg entfernt
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
In der Burg befindet sich ein Landschulheim.
Homepage:
Tipps & Tricks: