Ruine Unterburg Kobern
in Kobern Gondorf
Ruine Unterburg Kobern Mit der Einheirat Gerlachs III. von Isenburg in das Geschlecht der Herren von Kobern begründete dieser die neue Linie Isenburg-Kobern. Im Zuge eines Rechtsstreits mit dem Erzbischof von Trier um die Oberburg Kobern ließ Gerlach die Neuerburg (Niederburg) in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts auf Resten römischer Befestigungen erbauen. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1195, als der Burgherr jedoch gezwungen wurde, beide Burgen dem Erzbistum zu übertragen und als Lehensgut zu nehmen.
Im 16. Jahrhundert wurde die Niederburg umgebaut und erweitert. Auf der Nordseite war sie durch einen Halsgraben und auf westlicher Seite durch eine Zwingeranlage gesichert.
Nach ihrer Zerstörung im Jahre 1689 war und blieb die Niederburg eine Ruine. Teilweise sind noch Umfassungsmauern von ehemaligen Gebäuden zu erkennen. An der Mühlbachseite ist der spätgotische Palas bis in Höhe von zwei Geschossen mit Segmentbodenfenstern erhalten. Er wurde in den Jahren 1976 bis 1978 restauriert. Inmitten der Anlage erhebt sich der dreigeschossige Bergfried aus dem späten 12. Jahrhundert. Sein oberstes Geschoss schließt mit einem Tonnengewölbe ab. Erhalten sind noch die hoch gelegene Einstiegstür und die Abortanlage mit Fallschacht. Der ebenerdige Eingang wurde erst nachträglich gebrochen. Südlich neben dem Bergfried befindet sich der Brunnen.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa 10 Gehminuten von der Burg entfernt im Ort oder an der nahe gelegenen Oberburg (ebenfalls etwa 10 Minuten entfernt)
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks: