Ruine Kronenburg
in Kronenburg
Ruine Kronenburg Kronenburg verdankt seine Entstehung der Tatsache, dass von diesem strategischen Punkt aus das ganze Obere Kylltal beherrscht werden konnte. 1277 wird sie erstmals in einer Urkunde der Abtei von Stavelo bei Malmedy als adeliger Wohnsitz des Gerlach von Dollendorf und Kronenburg erwähnt. Zu dieser Zeit waren die Herren von Kronenburg bereits schon auf dem Höhepunkt ihrer Macht und dehnten ihren Herrschaftsbereich an Kyll, Urft und Ahr, über die Herrschaften Gladbach (Kreis Düren), Neuerburg (Südeifel) und Esch a. d. Sauer (Luxemburg) aus. Um die Burg entstand damals eine kleine Siedlung, die Anfang des 14. Jahrhunderts durch einen Mauerbering mit Toren in die Befestigung der Burg integriert wurde.
Eine wechselnde Bündnispolitik der Herren von Kronenburg führte 1307 zur Schleifung der Burg, die jedoch wieder aufgebaut und um die Mitte des Jahrhunderts mit der finanzielle Hilfe von Kurköln ausgebaut wurde. Sehr verarmt wendet sich daraufhin der letzte Kronenburger Ritter, Peter, dem Grafen von Luxemburg als Lehensherrn zu, dessen Geschlecht bis 1795 die unangefochten die Lehens- und Landeshoheit in Kronenburg ausübten.
1414 starb das Geschlecht der Kronenburger im Mannesstamm aus und die Kronenburg wurde nur noch als Nebensitz benachbarter Adelshäuser wie z.B. Schleiden und Blankenheim genutzt. Als der deutsche Kaiser Karl V. - gleichzeitig Herzog von Luxemburg - seinem Sohn Philipp von Spanien 1555 die Niederlande übergab, fiel die Herrschaft Kronenburg an Spanien.
Seit dem 18. Jahrhundert war die einst stolze Burganlage recht baufällig und nicht mehr bewohnt. Nach der Besetzung des Rheinlands durch die Franzosen im Jahr 1794 wurde sie von der Bevölkerung sogar als Steinbruch missbraucht. Als 1809 im Zuge der französischen Revolutionskriege Adelsbesitz verstaatlicht worden war, ersteigerte ein ehemaliger Amtmann der Grafen von Manderscheid-Blankenheim die Ruine. Zehn Jahre später wird sie schließlich für eine Million Taler an den preußischen König verkauft.
Von der ehemals imposanten Burganlage, sind heute nur noch spärliche Ruinen erhalten.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa fünf Gehminuten von der Burg entfernt
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Von der einstigen Burg stehen nur noch einige wenige Mauerreste.