Burg Lahneck
in Lahnstein
Burg Lahneck Bereits im 10. Jahrhundert haben die Mainzer Erzbischöfe in Lahnstein Grundbesitz und Hofgut. Der Mainzer Erzbischof und Kurfürst Siegfried von Eppenstein erbaut Burg Lahneck zum Schutz seiner Gebiete an der Lahnmündung im Jahre 1240-45. Die Besatzung der Burg unterstand dem Kommando eines Burggrafen, der vom Mainzer Kurfürsten eingesetzt wurde. Zu seinem Aufgabenbereich gehörte es, die Stadt Oberlahnstein und den dort erhobenen Lahnzoll zu schützen. Ritter Embricho, Burggraf von Burg Lahneck, wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt.
1298 ist er deutsche König Adolf v. Nassau Gast auf der Burg Lahneck, kurz bevor er in der Schlacht von Göllheim im Kampf gegen König Albrecht I. von Österreich fällt. Um ihn zu rächen, beteiligt sich der Lahnecker Burggraf Friedrich Schilling von Lahnstein an der Verschwörung gegen König Albrecht I. Er wird 1309 nach der Erstürmung der Burg hingerichtet.
Um 1460 lässt Dieter von Isenburg nach der "Mainzer Bischofsfede" mit dem Grafen Adolf von Nassau die Burg um zwei sehr hohe Mauerringe verstärken. Gegen 1475 werden die letzten Erweiterungen der Burg errichtet (das Tor vor der heutigen Gaststätte und die Abschlussmauern des Halsgrabens).
Während des 30jährigen Krieges wird die Burg im Jahr 1633 von schwedischen und kaiserlichen Truppen unter Graf Dhona besetzt und schwer. verwüstet. Die Amtsverwaltung wird nach Oberlahnstein hinter die schützenden Stadtmauern in die Martinsburg verlegt. Ein Teil des wertvollen Inventars der Burg wurde auf diese Weise gerettet und konnte im vorigen Jahrhundert (um 1860) in die Burg zurückgeholt werden.
1662 liegen trierische und würzburgische Truppen in der Burg - verwüsten und zerstören sie weiter. Danach ist die Burg unbewohnt und verliert an Bedeutung. Schließlich werden die Ruinen als Steinbruch verwendet".
Im Zuge der Säkularisierung des Erzbistums und Aufhebung des Kurfürstentums Mainz fällt 1803 Burg Lahneck an das Herzogtum Nassau und wird im gleichen Jahr von Peter Ernst von Lassaulx gekauft. Dessen Sohn gibt die Burg später jedoch an Nassau zurück.
1850 erwirbt der schottische Direktor der Rechtsrheinischen-Eisenbahn-Gesellschaft, Herr Morartry, die Burgruine und baut sie ab 1852 teilweise wieder auf. Aus seiner Zeit stammen Fenster und Erker auf der Seite der Zugbrücke.
Danach wechselte die Burganlage mehrmals der Besitzer, bis sie 1907 vom kaiserlichen Admiral Robert Mischke erworben wird. Der neue Besitzer lässt sie 1937 grundlegend restaurieren. Anstelle des Zinnenkranzen erhalten die Gebäude hohe, steile Schieferdächer.
Seit 1946 ist Burg Lahneck im Besitz der Erbengemeinschaft Mischke/von Preuschen.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
April bis November 10:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt (mit Führung zu jeder vollen Stunde): Erwachsene 6,- DM, Kinder: 2,- DM (Stand 2001)
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
Burgrestaurant
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Weitere Homepage:
www.burglahneck.de

Die Qualität des Essens im Burgrestaurant ist recht gut, was im krassen Gegensatz zum Service steht, denn welcher Restaurantgast ist schon davon begeistert, dass er die Bedienung dreimal daran erinnern muss, dass er doch zahlen möchte?!