Schloss Liedberg
in Korschenbroich-Liedberg
Schloss Liedberg Schloss Liedberg ist eine der wenigen am Niederrhein erhaltenen Höhenburgen. Es entstand im 14. Jahrhundert als zweiteilige Anlage, bestehend aus Vor- und Kernburg. Von hier aus beherrschten ihre Besitzer das gebiet zwischen der unteren Erft und der Niers. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam Liedberg an die Grafen von Jülich, denen aber der Kölner Erzbischof den besitz streitig machte. Nach längeren Auseinandersetzungen zwischen Jülich und Köln, kam die damalige Herrschaft Liedberg samt ihrer Burg 1279 in den Besitz von Kurköln. Erzbischof Wilhelm von Gennep ließ sie 1350 erweitern, und unter Friedrich von Saarwerden wurde sie Anfang des 15. Jahrhunderts zu einer trutzigen Landesburg ausgebaut.
Nachdem der Ort Liedberg 1673 im Holländischen Krieg fast vollständig zerstört und die Burg beschädigt worden waren, begann der Wiederaufbau im Jahr 1680. Dabei erhielt die Anlage vermutlich nicht nur ihr heutiges, barockes Aussehen, sondern auch eine eigene Schlosskapelle, die am 3. Januar 1708 eingeweiht wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts zum französischen Nationaleigentum deklariert, erwarb der letzte kurkölnische Verwalter, Freiherr Leopold von Fürstenberg, das Schloss 1826 von der französischen Domänenverwaltung. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage durch einen Bombentreffer zum Teil zerstört und war danach bis 1968 dem Verfall preisgegeben, ehe erste Restaurierungsarbeiten begannen. Nach diversen Besitzerwechseln ist Schloss seit 2007 Eigentum des Unternehmers Peter Overlack, der seit 2008 Sanierungsarbeiten vornehmen lässt.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
etwa zwei Gehminuten vom Schloss entfernt im Ort
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Das Schloss ist im Rahmen von besonderen Ortsführungen zu besichtigen