Mäuseturm
bei Bingen
Mäuseturm Bereits die Römer haben auf dieser kleinen Insel am 'Binger Loch' einen Turm errichtet, der sowohl der Schifffahrt Nutzen brachte, aber auch zur Verteidigung gegen das germanische Feindland diente.
Nach der Räumung der römischen Gebiete im 5. Jh. ging der Turm als Königsbesitz an die fränkischen Nachfolger, verfiel dann aber zur Ruine.
Nach 968 ließ Erzbischof Hatto II. auf der Insel zu seinem Schutz die Ruine zu einer kleinen Wasserburg wieder aufbauen.
Erst ab 1298 kam der Turm wieder zu Bedeutung. Der Mäuseturm wurde in das Zollsystem von Burg Ehrenfels integriert. Die Aufgabe des Turmes war hauptsächlich die Überwachung des Rheines und ein Signaldienst. So wurde nur der Altbau wieder neu hergerichtet.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Mäuseturm als strategisch wichtiger Punkt mit einbezogen. Mehrfach wechselte er ab 1631 die Besatzung. Schließlich wurde er bei der großen Zerstörungsaktion 1689 des französischen Königs Ludwigs XIV. zur Ruine ausgebrannt.
Im 18. Jh. erkannte man den Vorteil, hier erneut eine Überwachungsstelle am gefährlichen 'Binger Loch' zu errichten. Während des Kriegsgeschehens zwischen dem Reich und Frankreich im Jahre 1734 richteten Soldaten hier ein kleines Wachkommando ein. In den nächsten 120 Jahren verfiel der Mäuseturm immer mehr zu einer Ruine und der Turm geriet in Vergessenheit.
1855 erkannte der preußische Staat den Wert der Insel an diesem Rheinknie und ließ den Mäuseturm als Signalturm für die Schiffahrt wieder aufbauen. Bis 1974 tat der Turm auf diese Weise gute Dienste.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
Besichtigung leider nicht möglich
Parkmöglichkeiten:
keine
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks: