Burg Maus
in St. Goarshausen
Burg Maus Wohl unmittelbar nach Erteilung des Befestigungsprivilegs 1356 durch Kaiser Karl IV., begann der damalige Erzbischof von Trier, Boemund II., Graf von Saarbrücken, den Bau der Burg Maus.
Sie sollte zunächst Peterseck heißen und auf dem linken Rheinufer ein Pendant, Burg Petersberg, besitzen, das sich der mächtigen Burg Rheinfels entgegenstellen sollte. Dieser gegen Katzenelnbogen gerichtete Rheinriegel kam aber nicht zustande, lediglich Peterseck wurde fertiggestellt und war in den Folgejahren beliebte Residenz der Tierer Erzbischöfe.
Noch im 14. Jahrhundert, entweder unter Erzbischof Kuno von Falkenstein oder dessen Nachfolger, Werner von Königstein, kam der zweite nördliche Wohnturm hinzu. Die Burg war auch späterhin bevorzugter Sitz erzbischöflicher Burgmannen und Amtleute.
Die Burg änderte im Laufe der Jahrhunderte häufig ihren Namen: Aus Burg Peterseck wurde über Theuernburg, Thurnburg und Deuernburg schließlich die Burg Maus, um deren Trutzcharakter gegen die nahe gelegene Burg Neukatzenelnbogen, kurz Burg Katz, zu bekunden.
Leider existiert über Burg Maus nur eine sehr lückenhafte Geschichte. Man weiß jedoch, dass ihre Wehrhaftigkeit nur selten auf die Probe gestellt wurde.
Die Anlage wurde jedoch baulich stark vernachlässigt. Sie endete aufgrund fehlender Erhaltungsarbeiten und auch durch leichte Zerstörungen in mehreren Kriegen als Ruine, die 1806 auf Abbruch verkauft wurde. Bei einem Verkauf des anliegenden Weinbergs im Jahre 1819 wurde sie dem neuen Besitzer des Weinbergs vermacht.
Am Ende des 19. Jahrhunderts kam Burg Maus in den Besitz des Architekten Gärtner, der sie von 1900 bis 1906 vorbildlich wieder aufbaute. Vor allem die Wohnräume wurden sorgfältig restauriert und die Räume im alten Stil wieder ausgestattet.
Seit 1923 waren die Mexikaner Gallopin bzw. deren Erben Eigentümer der Burg und erweiterten 1924 den Bergfried um einen schmalen Aufbau.
Während des zweiten Weltkrieges entstanden Schäden durch Artilleriebeschuß, besonders an der Westfront des Palas, die - nach erneutem Besitzerwechsel - 1978 behoben wurden.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
20. März bis Anfang Oktober täglich 10:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt für den Adler- und Falkenhorst (inkl. Flugshow): Erwachsene 6,50 EUR, Kinder 5,50 EUR
Parkmöglichkeiten:
etwa 20 "anstrengende" Steigminuten entfernt, am Fuße des Burgbergs
Essen & Trinken:
Burgschenke (nur für zahlende Besucher!)
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Auf der Burg befindet sich ein Adler- und Falkenhorst.
Flugsshow: immer um 11:00 und 14:30 Uhr, sonn- und feiertags auch um 16:30 Uhr

Wenn man sich die Mühe macht, den Bergweg noch weiter hochzusteigen, hat man nach etwa 10 Minuten von oben einen tollen Blick auf die Burganlage.