Burg Rabenstein
in Chemnitz
Burg Rabenstein Am Rande der Stadt Chemnitz steht die Burg Rabenstein, eine der kleinsten noch erhaltenen mittelalterlichen Burgen Sachsens.
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts entstand im Gebiet des Reichsterritoriums Pleißenland im Zuge der Besiedlung des Erzgebirgsvorlandes und des Erzgebirges die Herrschaft Rabenstein. In Altenburg, dem politischen Mittelpunkt des Pleißenlandes, ist schon seit etwa 1064/65 ein Königshof nachweisbar, der hohe Leistungen für die königliche Hofhaltung aufzubringen hatte. Als Gründer der Burg um 1170 wird Hugo von Wartha angenommen, wobei der urkundliche Befund dies nicht bestätigt.
Die erste schriftliche Erwähnung des Namens Rabenstein setzt mit dem Jahre 1301 ein. Im Jahre 1331 befand sich "der Rabenstein" wahrscheinlich im Besitz der Waldenburger. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der Burg und Herrschaft im Jahre 1375 durch Johann von Waldenburg und seine Söhne an das Kloster zu Chemnitz kam es 1386 zur sogenannten Rabensteiner Fehde. Die Burg, vor 1438 durch Brand zerstört und vermutlich unter Abt Caspar von Meckau teilweise wieder hergestellt, verfiel nach Aufhebung des Klosters.
Aus der "Gasse zum Rabenstein", die sich unmittelbar an der Burg befand, entstand die spätere Gemeinde Oberrabenstein, während dich im Waldhufendorf Stein vor 1548 die Familie Carlowitz niederließ, Bauerngüter erwarb und so das Rittergut Niederrabenstein errichtete. 1619 erwarb Hans Georg von Carlowitz das Vorwerk mit der Burg und die Rabensteiner Gasse als Rittergut Oberrabenstein, durch Erbfall dann auch gleichzeitig das Rittergut Niederrabenstein.
Bis 1774 verblieb Burg und Rittergut Oberrabenstein im Besitz des Geschlechts während das Rittergut Niederrabenstein seit 1668 verschiedenen Besitzern gehörte. Mit dem Jahre 1774 gingen Burg und Rittergut Oberrabenstein in bürgerlichen Besitz über. Der Chemnitzer Kaufmann Johann Georg Siegert ließ Wirtschaftsgebäude errichten, die Burganlage renovieren sowie um 1776 ein Herrenhaus erbauen. Nach verschiedenen Besitzerwechseln verfiel die Burg immer mehr und musste 1942 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Im Anschluss an umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen 1955/56 wurde 1959 in der Burg ein Museum eingerichtet.
Die unregelmäßige Anlage bestand ursprünglich aus Unter- und Oberburg; letztere bildete den ältesten Kern. Nur der Bergfried und der zweigeschossige Ostflügel sind erhalten geblieben. Ober- und Unterburg war nur im Norden und Süden von einem Wassergraben umgeben. An den Wassergraben schloss sich eine 1,50 Meter starke Ringmauer an, die dem Schutz der gesamten Anlage diente. Im Süden war eine größere Gebäudegruppe mit dem sogenannten Torhaus nach der Grabenseite hin vorgelagert.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
Mai bis September: Dienstags bis Sonnatgs und an Feiertagen 9:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt für Erwachsene 1,20 EUR, ermäßigt 0,60 EUR
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
In der Burg befindet sich ein Burgmuseum. Eine Fotoerlaubnis kostet 3,00 EUR.