Wasserburg Raeren
in Raeren (B)
Wasserburg Raeren Burg Raeren wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts am Zusammenfluss des Iter- und des Periolbaches auf dem Gelände einer früheren Schmelzhütte für Eisenerz erbaut. Wer sie erbaut hat, ist unbekannt. Sie war ein Lehen der propsteilichen Mannkammer des Aachener Marienstiftes. Der erste namentlich bekannte Besitzer von Haus und Hof "zen Roideren" im Kirchspiel Walhorn war Johan van den Roideren. Damals bestand die Burg aus einem zweistöckigen Wohnturm, einem sogenannten "Donjon", mit fast quadratischem Grundriss. Durch einen Vorhof getrennt stand daneben ein Küchenbau. Die Wirtschaftgebäude befanden sich bereits damals an der heutigen Stelle. Der Zugang zum Burghof erfolgte von Nordosten her. Das gesamte Anwesen war von zwei Wassergräben und mehreren Teichen umgeben.
Gegen Ende des 16. Jahrhundert fiel der getrennt stehende Küchenbau einem Brand zum Opfer. Im Jahre 1583 vergrößerte der damalige Besitzer, Philipp de Lomont, das Gebäude um fast das Doppelte. Er ließ einen Teil des Wassergrabens mit Schutt aus den umliegenden Töpfereibezirken auffüllen. Darauf baute er einen Anbau an der Stelle des ehemaligen Küchenhauses. Das Datum dieses Umbaus ist über der heutigen Eingangstür und in einem Stein der Umfassungsmauer des Wassergrabens eingemeißelt.
Im 18. Jahrhundert war die Burg baufällig geworden. Der damalige Besitzer, der Advokat Peter Joseph de Nys, baute sie im romantischen Stil um. Er errichtete einen Damm mit dem heutigen Zugang und einer Remise von der Burgstraße her. Das Eingangsportal trägt die Wappen de Nys. Er baute auch die gotischen Spitzbogenfenster und den Balkon in die Nordmauer des ersten Stockwerkes ein und ließ den Nordwestturm zu seiner heutigen Höhe aufstocken. Auf jeder Etage entstand so ein rundes Turmzimmer.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10.00 - 17.00 Uhr
Museumseintritt: 2,50 EUR
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
In der Burg befindet sich das Raerener Töpfermuseum.