Schloss Rheydt
in Mönchengladbach-Rheydt
Schloss Rheydt Nach der aktuellen Bauforschung reicht die Geschichte von Schloss Rheydt bis in das Jahr 1060 zurück, jedoch wird die damalige Burg erst 1180 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seit 1345 war diese ein Offenhaus der Grafen von Jülich. Die Baugestalt des Schlosses prägte besonders die Familie von Bylandt, welche die Herrschaft fast 300 Jahre lang innehatte. Sie initiierte umfangreiche Aus- und Umbaumaßnahmen. Umtriebigster Bauherr war Otto von Bylandt, Stallmeister und Rat am Jülicher Herzogshof. Er engagierte für seine Umgestaltungen den renommierten Architekten Maximilian Pasqualini, der aus den vorher unzusammenhängenden Gebäudteilen unterschiedlicher Epochen eine einheitliche Schlossanlage im Stil der Renaissance schuf. Sie gilt heute als eines der besterhaltenen Wasserschlösser des Niederrheins.
Nachdem mit Karl-Kasper von Bylandt die Familie 1794 im Mannesstamm ausgestorben war, teilten die Erben den Besitz zunächst untereinander auf. Die bürgerlichen Besitzer des 19. Jahrhundert waren finanziell nicht in der Lage, den Gebäudekomplex zu unterhalten. Sie bewohnten nur noch einen Teil der Räume, während der ungenutzte Schlossteil dem Verfall anheim gegeben wurde, ehe das Schloss ganz aufgegeben wurde. 1917 erwarb die Stadt Rheydt gemeinsam mit dem Mönchengladbacher Verein Volkswohl die Anlage und eröffnete 1922 in einigen Räumen des Herrenhauses ein Städtisches Museum, das 1983 nun das gesamte Schloss einnimmt und die stadtgeschichtliche Sammlung der zusammengelegten Städte Rheydt und Mönchengladbach präsentiert.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
Schlosscafé und -restaurant
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Im Schloss ist das Städtische Museum Schloss Rheydt untergebracht