Ruine Heldenburg
in Salzderhelden
Ruine Heldenburg Die Heldenburg wurde 1320 als "castrum solth" erstmals urkundlich erwähnt. Sie war spätestens im 13. Jahrhundert zum Schutz des Salzbrunnens am Fuße der heutigen Burgauffahrt durch die Grafen von Dassel oder die Welfenherzöge gegründet worden. Bedingt durch die strategisch günstige Lage in der Nähe der Salzquelle sowie der Burg Grubenhagen wählten die Herzöge von Grubenhagen sie schon bald als Residenz. Für lange Zeit war die Burg auch die einzige Münzstätte des Fürstentums Grubenhagen. Als der Landgraf Friedrich von Thüringen die Anlage 1365 mit etwa 18.000 Mann belagerte, musste er unverrichteter Dinge wieder abziehen, weil die Verteidiger eine Kanone einsetzten und den Belagerern damit empfindliche Verliste beibrachten. Es soll sich dabei um die erste Verteidigung einer Burg in deutschen Landen mithilfe eines Geschützes gehandelt haben. Als die Burg Ende des 15. Jahrhunderts als Witwensitz diente, wurden repräsentative Umbauten in Fachwerkbauweise vorgenommen, die noch auf einem Merian-Stich aus dem Jahr 1654 zu sehen sind. Nach dem Erlöschen der Grubenhagener Linie ging kam die Burg an die Celleschen Linie der Welfen, und die Burg wurde ab dem 17. Jahrhundert nur noch selten genutzt, was ihrem Verfall im 18. Jahrhundert Vorschub leistete. In den 1850er Jahren fanden auf dem Burggelände gut besuchte Burgfestspiele statt, außerdem zeigte die Burgschänke eine Ausstellung von Ritterrüstungen. Nach grundlegender Sanierung im Zeitraum von 1983 bis 1988, wird die Heldenburg heute von einem Burgförderverein betreut, der neben Ausgrabungen auch Burggottesdienste organisiert und mit unregelmäßig stattfindenden Burgfestspielen an eine alte Tradition anknüpft.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
direkt an der Burgruine
Essen & Trinken:
Burgschenke
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks: