Burgruine Stahlberg
bei Bacharach
Burgruine Stahlberg Burg Stahlberg entstand wohl im frühen 13. Jahrhundert und wurde etwa gleichzeitig mit der 1219 erbauten Burg Fürstenberg zum Schutz des Viertälergebietes errichtet. Gründer dürfte Erzbischof Engelbert von Köln gewesen sein. Ab 1243 befand sich die Burg Stahlberg im pfalzgräflichen Besitz, nachdem der Kölner Erzbischof Conrad von Hochstaden dem Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach die Anlage zu Lehen übertragen hatte. 1316 wurde die Burg Stahlberg von König Ludwig von Bayern an den Erzbischof Balduin von Trier und König Johann von Böhmen verpfändet. Nach dem Tod Balduins 1354 fiel sie mit dem Viertälergebiet wieder an die Pfalzgrafschaft zurück.
Während die meisten mittelalterlichen Burganlagen nach dem Aufkommen von Schusswaffen im 15. und 16. Jahrhundert unter fortifikatorischen Gesichtspunkten modernisiert und ausgebaut wurden, blieb dies offensichtlich bei der Burg Stahlberg aus. Dennoch blieb sie bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) intakt. Sie wurde mehrmals von den verschiedenen kriegsführenden Parteien eingenommen, so zum Beispiel 1620 von spanischen Truppen und 1632 von den Schweden unter Rheingraf Otto Ludwig. Während dieser kriegerischen Auseinandersetzungen wurde die Burg Stahlberg mehr oder weniger zerstört. Weitere Teile der Burg Stahlberg wurden 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Truppen Ludwigs des XIV. weggesprengt.
Am 31. Oktober 1804 wurden die Trümmer der Ruine Stahlberg mit dazugehörigem Grundbesitz für 350 Francs versteigert. Seit 1912 ist die Ruine im Eigentum des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
etwa 5 Gehminuten von der Burgruine entfernt
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Zum Besuch der Burg empfehlen wir festes Schuhwerk und Kleidung, die schmutzig werden darf, denn bei unserem Besuch mussten wir uns unseren Weg dorthing durch fast zugewachsene Waldwege bahnen und recht große, umgestürzte Bäume (so geschehen auf der Burgbrücke) überwinden.