Burg Stahleck
in Bacharach
Burg Stahleck Die genaue Entstehungszeit der Burg ist nicht bekannt, doch ist nachgewiesen, dass die Burg schon im Jahre 1095 bewohnt war. Urkundlich wird sie erstmals 1135 unter Goswin von Höchstadt genannt.Früher hieß sie Burg Stabekkum oder Sthaleckthum. Bis 1148 erfolgten fast 10 Jahre Kampf um die Rechte der Stahleck. Durch üble Machenschaften gewann schließlich Hermann, Schwager des König Konrad III. Ihm fielen die Pfalzgrafschaft und die Besitztümer zu.
1156, nach dem Tod von Hermann von Staleck, wird sein Stiefbruder Konrad von Hohenstaufen Pfalzgraf über Bacharach am Rhein. Der am Burgberg gelegene Ort Bacharach wurde zum Zentrum und Residenz des entstehenden pfalzgräflichen Territoriums am Rhein. Ursprünglich der am weitesten im Süden gelegene Besitz der Kölner Bischöfe, wurde die Burg Stahleck 1190 von Kaiser Barbarossa seinem Bruder Konrad übertragen. 1194 ging die Hochzeit von Staleck, die heimliche Vermählung zwischen dem Sohn Heinrich des Löwen und der Tochter des Pfalzgrafen Konrad in die Geschichte ein.
1214 fällt die Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein als erledigtes Lehen an den Wittelbacher Ludwig von Bayern, so daß dieses mächtige Geschlecht mit den Burgen Stahleck und Pfalz nun zwei bedeutende Stützpunkte am Rhein besaß. Sie wurde Sitz der kurpfälzischen Burggrafen und Amtleute.
Im Dreißigjährigen Krieg, Mitte Oktober 1644, als die katholische Partei mit 250 Berittenen und 450 Kurkölner Fußsoldaten die Franzosen aus der Stadt vertrieben hatte, flüchteten diese in das Schloß Stahleck. Obrist von Nievernheimb, Kommandant auf Ehrenbreitstein, ließ daraufhin das Schloß Stahleck bei Bacharach am Rhein einen Tag lang mit schweren Waffen beschießen, ohne es zu besetzen.
1666 wurde die im Jahre 1644 stark in Mitleidenschaft gezogene Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein von Kurfürst Pfalzgraf Carl Ludwig wieder hergestellt.
Zwischen Januar und Mai 1689 wurde die Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein von den französischen Truppen Ludwigs XIV. gesprengt, außerdem die Vorburgen Fürstenberg bei Rheindiebach und Stahlberg bei Bacharach-Steeg zerstört und die Stadt Bacharach bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Bei der Sprengung des 30 m hohen und 4 m dicken Bergfried der Burg Stahleck wurde das Dach der darunter liegenden Wernerkapelle zerstört, die seitdem eine Ruine ist.
237 Jahre war die Burg Stahleck als Ruine verlassen, bis 1828 der Kronprinz von Preußen die Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein kaufte.
1909 verkaufte die preußische Domänenverwaltung die Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein an den Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der schon 1909 und 1910 erste Instandsetzungsarbeiten durchführte.
Zwischen Spätsommer 1925 und Sommer 1927 wurden die Ring- und Schildmauer der Burg Stahleck bei Bacharach am Rhein wiederhergestellt und auf den ausgegrabenen alten Grundmauern eine Jugendherberge eingebaut. Am 23. Juni 1926 wurde die Jugendburg zunächst mit 65 Betten eröffnet. Ab Ende 1965 bis 20. Mai 1967 wurde die Jugendherberge auf Burg Stahleck um- und ausgebaut. Dabei wurde der im Unterbau noch ursprüngliche romanische Bergfried der Burg Stahleck mit verringerter Mauerstärke neu aufgemauert und überdacht.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig nur von außen
Parkmöglichkeiten:
etwa 5 Parkplätze direkt an der Burg
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
In der Burg befindet sich eine Jugendherberge
Homepage:
Tipps & Tricks:
Man sollte sich nicht darauf verlassen, einen der wenigen und damit begehrten Parkplätze direkt an der Burg zu ergattern, da diese meist von Jugenherbergsbewohnern belegt sind.
Und dann heißt es: fröhliches Treppensteigen! Denn die dann nächst gelegenen Parkplätze befinden sich etwa 12 anstrengende "Treppensteigminuten" entfernt unterhalb der Burg im Ort!