Schloss Waldenburg
in Waldenburg
Schloss Waldenburg Genau wie die Burg Gnandstein ist auch das Schloss Waldenburg eine Gründung im Zuge der Ostexpansion, die als Wehr- und Schutzburg begann und aus der später, im Unterschied zu Gnandstein, eine Schlossanlage wurde. Die erstmalige Erwähnung der Burg Waldenburg fällt auf die Zeit um 1165 bis 1172. Erbaut wurde sie von Hugo von Wartha; seine Nachkommen nannten sich erst später von Waldenburg. Von der Burg Waldenburg aus erfolgte die Besiedlung von Altenburg bis ins obere Erzgebirge, außerdem diente die Burg zum Schutz der Straße von Altenburg nach Böhmen.
Die Herren von Waldenburg gehörten zu einem bedeutenden Herrschergeschlecht. Als besonderes Privileg hatten sie zum Beispiel das Recht, Münzen prägen dürfen. Außerdem besaßen sie reichsunmittelbare Lehnsherrschaften, wie Greifenstein und Scharfenstein. Weiterhin befanden sich die Herrschaften Rabenstein und Waldenburg in ihrem Besitz.
1375 musste Johann I. von Waldenburg die Herrschaft Rabenstein und Waldenburg verkaufen. Rabenstein ging an das Chemnitzer Benediktinerkloster, Waldenburg übernahmen die Herren von Schönburg im Jahre 1378. Nach dem Tod dieser Schönburger Linie erhielten Friedrich XI. von Schönburg-Glauchau und seine Erben die Herrschaft Waldenburg. Aus der damaligen Burganlage ist heute nur noch der Bergfried erhalten geblieben.
Im Jahre 1375 wurde die Burg Waldenburg durch den Markgrafen Wilhelm von Meißen belagert. Bei der zweiten Erstürmung der Burg im Jahre 1430, durch die Hussiten, wurden Burg und Stadt völlig niedergebrannt. Veit II. veranlasste den erneuten Aufbau der Burg.
Aber 1519 existierte bereits das Schloss Waldenburg, denn in diesem Jahre brannte es nach überlieferten Urkunden bis auf den Bergfried ab. Später wurde noch ein zweiter Schlossteil, das sogenannte vordere Schloss durch Hugo I. errichtet. Im Besitz Hugo I. befanden sich zu dieser Zeit Waldenburg, Lichtenstein und später auch noch die Grafschaft Hartenstein. Er verstarb am 4. Februar 1566. Sein Nachfolger war Hugo III.
1619 brach während eines Festschmauses in der Schlossküche ein Feuer aus. Durch die rasche Ausbreitung des Feuers wurden das Schloss und der Turm vernichtet. Nach dem Brand wurde nur das vordere Schloss wieder neu aufgebaut. Dieses diente den Schönburgern dann als Residenz. Später erfolgten weitere Um- und Ausbauten am Waldenburger Schloss. Erneut fiel das Schloss bei einem Volkssturm im Jahre 1848 den Flammen zum Opfer. Bei dieser Brandschatzung wurden wertvolle Ausstattungsgegenstände und Dokumente zerstört.
Der heute noch zu besichtigende Museumsbau wurde 1840 durch Fürst Otto I. errichtet. Nach einem erneuten Brand im Jahre 1848 wurden die noch vorhandenen Mauerreste komplett entfernt und das neue Schloss, errichtet.
Vor der Vollendung des Schlossbaus verstarb der damalige Bauherr, Victor I., am 16. Februar 1859 an einer Lungenentzündung. Fürst Otto Victor II. ließ von 1909 bis 1913 weitere Um- und Ausbauten am Schloss vornehmen. In der Zeit Fürst Otto Victor II. wurde die Anlage auch noch in östlicher Richtung erweitert.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig nur von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schlossgelände
Essen & Trinken:
nein
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks:
Das Schloss beherbergt Veraltungsbüros und eine Arztpraxis.
Das betreten des Geländes ist eigentlich verboten, was man jedoch erst direkt vor dem Schlossgebäude zur Kenntnis gebracht bekommt.
Direkt am Schloss gibt es einige Parkplätze, die jedoch für die dortigen "Firmen" reserviert sind.
Schlossführungen können nach vorheriger Anmeldung für Gruppen gebucht werden.