Schloss Weilerbach
in Weilerbach
Schloss Weilerbach Das Schloss im Stil des Barock ist von einem 25 Hektar großen Gelände umgeben, in dem sich auch ein Schlossgarten nach französischen Vorbildern befindet.
Der Schlossbau ist ein dreigeschossiges Gebäude aus Bruchstein mit einem hellen Putz und rötlich gestalteten Werksteingliederungen. Das Dachgeschoss wird von einem Mansarddach abgeschlossen.
Eine doppelläufige Freitreppe führt zum Portal, das etwas aus der Mittelachse des Gebäudes hervortritt und einen Balkon mit einem Geländer im Stil des Rokoko trägt.
Die Mittelachse des Baus ist durch einen Dreiecksgiebel in Höhe des Dachgeschosses besonders betont. Diese Giebelform findet sich in gleicher Größe auch an den beiden seitlichen Risalitbauten mit Pilastern, die über drei Geschosses verlaufen.
Südwestlich des Schlosses schließt sich ein Barockpark an, dessen streng symmetrisch gegliederte Parterrefläche eine Größe von 127 x 75 Metern besitzt. Drei Brunnen befinden sich in der Mittelachse, die vom Schlossgebäude geradlinig auf ein Pavillongebäude zuläuft.
An der nordwestlichen Seite des Gartenparterres schließen sich drei höher gelegene Terrassenebenen an, von denen die oberste der Standort eines Brunnenhauses ist.

Die Benediktinerabtei Echternach hatte 1762 für 19.570 Franken eine kleine Eisenhütte bei Bollendorf gekauft. Nachdem dort aber ein Vergrößerung der Produktion nicht möglich war, entschloss sich der Echternacher Abt Emmanuel Limpach dazu, in der Zeit von 1777 bis 1779 eine neue, größere Hütte am nahe gelegenen Weilerbach zu errichten. Dem schloss sich 1780 der Bau des Schlosses Weilerbach als Sommerresidenz des Abtes und als Verwaltungssitz des Hüttenbetriebs an. Die Pläne dazu fertigte der Tiroler Baumeister Paul Mungenast.
Nachdem nur wenige Jahre später französische Revolutionstruppen das Schloss 1794 besetzt und für den französischen Staat konfisziert hatten, wurde es 1797 an den Franzosen Louis-Vincent Légier versteigert. Von ihm erwarb es 1813 Charles-Joseph Gollart, der es 1832 an die luxemburgische Industriellenfamilie Servais verkaufte. Die Servais blieben mehr als 150 Jahre im Besitz der Liegenschaft und setzten sie 1930 umfassend instand.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Schloss im Zuge der Ardennenoffensive schwer beschädigt und stand in der Folgezeit lange leer. Der Hüttenbetrieb ging noch bis 1958 weiter, wurde dann aber eingestellt. Die zur Hütte gehörigen Gebäude verfielen ab jener Zeit genauso wie der Schlossbau. Ein Notdach, mit dem das Schloss 1961 versehen wurde, verhinderte den vollständigen Ruin.
Die Familie Servais verkaufte das Areal 1986 an die Gewerbebau- und Treuhand GmbH Trier, die das heruntergekommene Schloss ab 1987 nach denkmalpflegerischen Grundsätzen vollständig restaurieren ließ. Allein die Sanierung der Fassaden kostete 550.00 DM. Nachdem der Landkreis Bitburg-Prüm die Anlage 1991 gekauft hatte, führte er den Wiederaufbau weiter fort. Bis 1992 war das Schlossgebäude wiederhergestellt, dem sich bis 1997 die Herrichtung des völlig verwilderten Gartens anschloss. Seit 1999 erfolgten dann auch Sicherungsarbeiten an den Gebäuderesten der Hüttenanlage.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig von außen
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schloss
Essen & Trinken:
Museumscafe 'Remise'
Übernachtung:
nein
Homepage:
Tipps & Tricks:
Führungen auf Anfrage.