Schloss Wickrath
in Mönchengladbach-Wickrath
Schloss Wickrath 1075 wurde die Herrschaft Wickrath erstmals urkundlich erwähnt. Im gleichen Jahr war ein Graf Gerlach im Besitz der Burg Wichinrod, die vermutlich am Ort des später errichteten Schlosses stand. Um 1080 war aber schon Gerhard I. aus der Familie von Hochstaden im Besitz der von Wassergräben umgebenen Burganlage. Nachdem der spätere Kaiser Maximilian I. das geldrische Lehen Wickrath im Jahr 1486 erobert hatte, vergab es er anschließend an seinen Rat Heinrich von Hompesch. Nach dessen Tod 1502 erbten seine Stiefsöhne aus der Familie von Quadt den Besitz. Deren Nachfolger ließen die alte Burg im 18. Jahrhundert niederlegen und anstatt dessen auf zwei künstlichen Inseln inmitten der Niersniederung in der Zeit von 1746 bis 1772 ein Schloss im barocken Stil errichten. Die Leitung der Arbeiten oblag den beiden niederländischen Baumeistern François und Matthieu Soiron. Der Neubau besaß eine ausgedehnte Vorburg und flankierende Pavillons sowie großzügige Gartenanlagen im französischen Stil. Zur Schlossanlage gehörte ein großer Marstall, der nach dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1794 als staatliches Hengstdepot genutzt wurde. Unter preußischer Herrschaft als Kaserne genutzt, war Schloss Wickrath ab 1839/40 ein Gestüt.
Von der originalen Bausubstanz existiert heute nur doch ein Vorburgflügel und die begleiteten Pavillons, denn 1859 musste das Hauptgebäude wegen Baufälligkeit vollständig abgerissen werden. An dessen Stelle wurde 1875 das sogenannte Landstallmeisterhaus als Wohnhaus für den damaligen Gestütsdirektor erbaut. Außerdem brannte im Sommer 1883 der östliche Vorburgflügel bis auf die Außenmauern nieder. Er wurde 1883/84 mit verändertem Grund- und Aufriss wiederaufgebaut. Seit 1985 steht das Ensemble unter Denkmalschutz.

 
Fakten



Öffnungszeiten:
ganzjährig
Parkmöglichkeiten:
direkt am Schlosspark
Essen & Trinken:
Schlosscafé und -restaurant
Übernachtung:
nein
Tipps & Tricks: